Greifer aus dem 3D-Drucker für die Roboterindustrie
3D-Druck Greifer ermöglichen es, individuelle Robotergreifer schnell und ohne klassischen Werkzeugbau an neue Werkstücke und Geometrien anzupassen. Gerade in der industriellen Automation lassen sich dadurch Entwicklungszeiten verkürzen und flexible Greiferlösungen wirtschaftlich realisieren.
KIT3D fertigt 3D-gedruckte Greifer und Greiferkomponenten für industrielle Anwendungen und entwickelt sie gemeinsam mit dem Kunden – mit HP Multi Jet Fusion als bewährtem Serienverfahren.


Warum additive Fertigung bei Greifern?
Greifer sind hochgradig individuell: Werkstücke, Geometrien und Prozessanforderungen ändern sich in der Praxis oft schneller, als klassische Fertigungsverfahren wirtschaftlich mithalten können. Additive Fertigung ist darauf ideal zugeschnitten, weil sie ganz ohne Werkzeug auskommt.
Gerade in Branchen mit häufig wechselnden Produktvarianten, etwa in der Konsumgüterindustrie oder im Automobilbau, wird dieser Zeitvorteil schnell zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Geometrische Änderungen bedeuten eine Anpassung des CAD-Modells, keinen neuen Werkzeugbau.
Kanäle, Halterungen und Strukturen entstehen direkt in einem Bauteil statt in aufwendiger Montage.
Wirtschaftlich schon beim ersten Prototyp – und bei größeren Stückzahlen weiterhin tragfähig.
Typische Greiferbauteile
Greiferfinger aus PA12, modulare Greiferarme, Greiferkörper und Grundplatten, Adapter für Roboterflansche, Funktionsbauteile mit integrierten Führungen sowie Ersatz- und Verschleißteile.

Modulare Robotergreifer
Ein im industriellen Umfeld eingesetzter Greifer besteht aus wenigen, additiv gefertigten Komponenten. Durch den modularen Aufbau lassen sich einzelne Greifarme oder Greiferfinger schnell austauschen, ohne das Gesamtsystem zu verändern.

Leichtbau-Greiferarme
Durch MJF gefertigte Greiferarme kombinieren hohe Stabilität mit geringem Gewicht. Die reduzierte Massenträgheit verbessert Dynamik, Taktzeit und Energieeffizienz des Roboters.

Greifer mit elastischen Elementen
Je nach Anwendung können Greiferbauteile auch aus elastischen Materialien wie TPU gefertigt werden. Dadurch entstehen nachgiebige, dämpfende Greifer, die Bauteile schonend aufnehmen und Kollisionen besser abfangen.
Was 3D-gedruckte Greifer im Prozess verbessern
Die Vorteile entstehen nicht nur beim Fertigen. Weniger Masse, integrierte Funktionen und schnelle Varianten wirken sich direkt auf Roboterdynamik, Umrüstzeit und Prozesskosten aus.
Kanäle, Halterungen und mechanische Strukturen können direkt im Greifer entstehen.
Weniger Gewicht am Roboterarm schafft mehr Dynamik und Traglastreserve.
Material wird dort eingesetzt, wo es für Stabilität und Belastbarkeit benötigt wird.
Neue Werkstücke erfordern meist nur eine Änderung des digitalen Modells.
Ohne Werkzeugbau wirtschaftlich vom ersten Prototyp bis zur wiederkehrenden Serie.

HP Multi Jet Fusion für Robotergreifer
In der industriellen Greiferfertigung hat sich MJF als besonders starkes Verfahren etabliert – nicht nur für Prototypen, sondern für dauerhaft eingesetzte Komponenten im laufenden Produktionsbetrieb.
Greifer müssen leicht, präzise und wiederholbar sein. Genau dort kombiniert HP Multi Jet Fusion hohe Gestaltungsfreiheit mit belastbaren PA12-Bauteilen und reproduzierbarer Serienqualität.
Die Festigkeit fällt in nahezu alle Richtungen gleichmäßig aus.
Werkstücke lassen sich präzise und wiederholgenau positionieren.
Auch bei wiederkehrenden Stückzahlen bleibt die Bauteilqualität stabil.
Wir entwickeln Greifer gemeinsam mit unseren Kunden anhand realer Industrieanwendungen. Die Bauteile werden konsequent nach DfAM ausgelegt und auf Gewicht, Funktion, Montage und den späteren Robotereinsatz optimiert.
Wo 3D-gedruckte Robotergreifer ihre Stärke ausspielen
Besonders interessant wird additive Fertigung dort, wo Werkstücke häufig wechseln, Standardgreifer nicht passen oder Gewicht und Funktionsintegration direkten Einfluss auf den Prozess haben.
Pick-and-Place & flexible Werkstückhandhabung
Individuelle Greifer lassen sich exakt auf Kontur, Gewicht und Lage des Werkstücks abstimmen. Bei Variantenwechseln wird die Geometrie digital angepasst, statt einen komplett neuen klassischen Greifer aufzubauen.
Greifer schnell auf neue Verpackungsgrößen und Produktvarianten anpassen.
Für empfindliche, unregelmäßige oder schwer zugängliche Bauteile.
Häufiger Werkstückwechsel ohne separaten Werkzeugbau für jede Variante.
Sauggreifer und Vakuumkanäle passend zur konkreten Werkstückkontur integrieren.
Von Vakuumgreifern bis zu individuellen Greifsystemen
Additive Fertigung deckt eine große Formenvielfalt an Greifsystemen ab. Neben klassischen mechanischen Greifern lassen sich auch Komponenten für Vakuumgreifer additiv fertigen, etwa individuell geformte Sauggreifer-Vorrichtungen, die exakt auf die Kontur eines bestimmten Werkstücks abgestimmt sind.
Für Anwendungen, bei denen Standard-Gripper-Systeme an ihre Grenzen stoßen, bietet additive Fertigung damit eine wirtschaftliche Möglichkeit, maßgeschneiderte Lösungen ohne klassischen Sonderwerkzeugbau zu erstellen.
Sensorintegration und kundenspezifische Konstruktion
Kameras, Leitungsführungen oder Kanäle für Sensorik lassen sich direkt in die Greiferstruktur integrieren – ohne nachträgliche Bohrungen oder zusätzliche Halterungen.
Auch die maximale Nutzlast lässt sich gezielt auf die Anwendung auslegen. Durch geringeres Eigengewicht des Greifers bleibt mehr Traglastreserve für das Werkstück, was sich direkt auf mögliche Beschleunigungen und Zykluszeiten auswirken kann.
Greifer passend zu Werkstück und Prozess auslegen
Von der Bauteilbewertung über Werkstoffberatung und Konstruktionsoptimierung bis zur Nachbearbeitung begleiten wir Greiferprojekte entlang der gesamten Prozesskette.
Alternative 3D-Druckverfahren zu MJF für besondere Anforderungen
MJF ist für viele Robotergreifer besonders stark. Abhängig von Geometrie, Material, Bauteilgröße oder Entwicklungsphase können aber auch andere additive Verfahren sinnvoll sein.

Selektives Lasersintern (SLS)
Industrietaugliches Verfahren für belastbare Kunststoffteile ohne Stützstrukturen. Sehr gut geeignet für mechanisch beanspruchte Greiferkomponenten.
SLS entdecken
Stereolithografie (SLA)
Hochauflösendes Verfahren für feinste Details und glatte Oberflächen. Ideal bei komplexen, filigranen Geometrien und Designmustern.
SLA entdecken
Schmelzschichtung (FDM)
Robustes Verfahren für funktionale Prototypen und Kleinserien. Breite Materialauswahl von PLA bis carbonfaserverstärkten Kunststoffen.
FDM entdeckenRobotergreifer aus dem 3D-Druck –
Praxiswissen aus dem AdditiveTalk
In unserer Folge des AdditiveTalk Podcasts erhalten Sie praxisnahe Einblicke in den Einsatz additiver Fertigung bei Greifern. Anhand realer Anwendungsbeispiele wird gezeigt, wie 3D-gedruckte Greifer von funktionalen Prototypen bis hin zu passgenauen Kleinserien komplexe Anforderungen effizient erfüllen.
Sie erfahren aus erster Hand, warum Technologien wie HP Multi Jet Fusion besonders für mechanisch belastete Greiferbauteile geeignet sind und welche konkreten Vorteile sich daraus für industrielle Robotik-Anwendungen ergeben.
Häufige Fragen zu Greifern in der Roboterindustrie
Kompakte Antworten auf zentrale Fragen rund um Robotergreifer, Greifertypen und industrielle Robotik.
Was ist ein Robotergreifer?
Ein Robotergreifer ist das Endeffektor-Bauteil eines Industrieroboters. Er übernimmt das Greifen, Halten und Bewegen von Werkstücken. Robotergreifer sind entscheidend für Taktzeit, Präzision und Prozesssicherheit. In der Greifer-Roboter-Industrie werden sie exakt auf Bauteil, Material und Anwendung abgestimmt.
Welche Hersteller von Robotergreifern gibt es?
In der Greifer-Roboter-Industrie gibt es zahlreiche Hersteller, darunter Anbieter für pneumatische, elektrische und vakuumbasierte Greifer. Ergänzend entstehen viele kundenspezifische Greiferlösungen im Sondermaschinenbau, häufig gefertigt mit 3D-Druck. Diese individuellen Greifer ergänzen klassische Serienprodukte sinnvoll.
Welche Arten von Greifern gibt es?
Es gibt mechanische Greifer, Vakuumgreifer, Magnetgreifer, adaptive Greifer sowie nachgiebige Greifer aus elastischen Materialien. Die Auswahl hängt von Geometrie, Gewicht und Oberflächenbeschaffenheit des Bauteils ab. In der Greifer-Roboter-Industrie kommen oft hybride Lösungen zum Einsatz.
Wie werden Roboter in der Industrie eingesetzt?
Industrieroboter übernehmen Aufgaben wie Montage, Handling, Verpackung, Prüfung und Palettierung. Sie arbeiten präzise, wiederholgenau und rund um die Uhr. In Kombination mit passenden Greifern steigern sie Effizienz, Prozessstabilität und Qualität in nahezu allen Bereichen der industriellen Fertigung.
Wozu werden Roboter-Greifer eingesetzt?
Roboter-Greifer ermöglichen das sichere Greifen, Positionieren und Ablegen von Bauteilen. Sie sind essenziell für automatisierte Prozesse, da sie den direkten Kontakt zum Werkstück herstellen. In der Greifer-Roboter-Industrie werden sie exakt auf Prozesskräfte, Bauteilformen und Zykluszeiten ausgelegt.
Welche Roboter gibt es in der Industrie?
In der Industrie werden Knickarmroboter, Scara-Roboter, Delta-Roboter, Portalroboter und kollaborative Roboter eingesetzt. Jeder Robotertyp erfüllt unterschiedliche Aufgaben. Der eingesetzte Greifer wird stets auf den Robotertyp, die Reichweite und die geplante Anwendung abgestimmt.
Was ist ein CB-Greifer?
Ein CB-Greifer ist ein kollaborativer Greifer für den Einsatz an Cobots. Er ist für sichere Mensch-Roboter-Interaktion ausgelegt und arbeitet mit begrenzten Kräften. CB-Greifer werden häufig in flexiblen Produktionsumgebungen eingesetzt, in denen schnelle Umrüstungen und einfache Handhabung gefragt sind.
Funktionieren Handgreifer wirklich?
Ja, Handgreifer funktionieren zuverlässig, wenn sie korrekt ausgelegt sind. Besonders in der Greifer-Roboter-Industrie werden handähnliche oder adaptive Greifer genutzt, um unterschiedliche Bauteile flexibel zu greifen. Sie eignen sich vor allem für variierende Geometrien und sensible Werkstücke.
ADDITIVE FACTS Leichtbau für höhere Dynamik
Additiv gefertigte Robotik-Greifer reduzieren Masse am Roboterarm und steigern dadurch Geschwindigkeit sowie Energieeffizienz. Weniger bewegte Masse bedeutet höhere Beschleunigungen, kürzere Taktzeiten und mehr Traglastreserve für das eigentliche Werkstück.