Additive Fertigungsverfahren für industrielle Bauteile
Das beste 3D-Druck-Verfahren ist nicht das modernste, sondern dasjenige, das technisch und wirtschaftlich zum Bauteil passt.
KIT3D kombiniert MJF, SLS, SLA und FDM mit Werkstoffberatung, Konstruktionsoptimierung und Nachbearbeitung. So entsteht keine Entscheidung nach Maschinenpark, sondern eine Fertigungsstrategie nach Anwendung, Geometrie, Stückzahl und Zielkosten.

Vier Verfahren – vier unterschiedliche Stärken
Für einen ersten Überblick reicht oft die Frage: Was muss das Bauteil später können? Die technische Detailauswahl übernehmen wir anschließend gemeinsam.
Serie & Funktion
Für belastbare Kunststoffteile, hohe Bauraumauslastung und reproduzierbare Kleinserien oder Serienbauteile.
MJF ansehenRobust & frei
Für komplexe Geometrien, belastbare Funktionsteile und Bauteile, die ohne Stützstrukturen gefertigt werden sollen.
SLS ansehenDetail & Oberfläche
Für feine Strukturen, präzise Konturen und glatte Oberflächen mit einer breiten Auswahl technischer Resins.
SLA ansehenGroß & wirtschaftlich
Für großvolumige Bauteile, Vorrichtungen, technische Prototypen und eine breite Auswahl thermoplastischer Werkstoffe.
FDM ansehenWenn die Anforderung klar ist, wird die Verfahrenswahl einfacher
Die folgenden Zuordnungen sind bewusst praxisnah und dienen als erste Orientierung. Bei realen Projekten betrachten wir immer das gesamte Bauteil.
MJF ist häufig die erste Wahl für belastbare PA12-Bauteile, wiederkehrende Stückzahlen und hohe Produktivität.
SLS spielt seine Stärke bei komplexen Formen, verschachtelbaren Bauteilen und robusten Funktionskomponenten aus.
SLA eignet sich besonders für feine Konturen, präzise Modelle, Sichtteile und spezifische technische Resin-Eigenschaften.
FDM ist stark bei großen Prototypen, Vorrichtungen und technischen Bauteilen, bei denen eine breite Materialauswahl gefragt ist.
Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
Die Detailseiten gehen tiefer in Materialien, Anwendungen und Prozessgrenzen. Hier geht es bewusst um die schnelle technische Einordnung.
HP Multi Jet FusionMJF für funktionale Serienbauteile
HP Multi Jet Fusion verarbeitet Kunststoffpulver in einem produktiven Pulverbettprozess. Besonders interessant ist das Verfahren, wenn viele funktionale Bauteile reproduzierbar und wirtschaftlich gefertigt werden sollen.
Selektives LasersinternSLS für robuste und komplexe Geometrien
Beim Selektiven Lasersintern stützt das umgebende Pulver die Geometrie während des Bauprozesses. Dadurch lassen sich komplexe Formen ohne klassische Stützstrukturen realisieren.
StereolithografieSLA für Präzision und hochwertige Oberflächen
SLA härtet flüssiges Kunstharz schichtweise mit Licht aus. Das Verfahren liefert feine Details und sehr glatte Oberflächen und bietet durch technische Resins eine große Bandbreite spezialisierter Eigenschaften.
Fused Deposition ModelingFDM für große Bauteile und schnelle Prototypen
Beim FDM wird thermoplastisches Filament schichtweise aufgetragen. Das Verfahren ist flexibel, materialseitig breit aufgestellt und besonders interessant für große Bauteile, Vorrichtungen und funktionale Prototypen.
So wählen wir das passende additive Fertigungsverfahren
Die richtige Technologie ergibt sich selten aus einem einzelnen Kriterium. Ein sehr präzises Verfahren kann bei der falschen Stückzahl unwirtschaftlich sein; ein produktives Verfahren kann wiederum ungeeignet sein, wenn Oberfläche oder Materialeigenschaften nicht passen.
Deshalb betrachten wir die Verfahrensauswahl als technische Gesamtentscheidung. Bei Bedarf optimieren wir außerdem die Konstruktion, damit das Bauteil die Vorteile der additiven Fertigung wirklich nutzt.
Belastung, Steifigkeit, Temperatur, Flexibilität und Umgebungsbedingungen.
Bauteilgröße, Wandstärken, Innenkanäle, Details und gewünschte Maßhaltigkeit.
Einzelstück, Prototyp, Kleinserie oder reproduzierbares Serienbauteil.
Rohteil, Sichtteil, definierte Haptik, Farbe oder chemisch geglättete Oberfläche.
Bauteilkosten, Nachbearbeitung, Lieferzeit und Skalierbarkeit werden gemeinsam betrachtet.
Das Fertigungsverfahren ist nur ein Teil des Endprodukts
Reinigung, Oberflächenfinish und funktionale Nachbearbeitung beeinflussen Optik, Haptik und Einsatzfähigkeit. Deshalb denken wir diese Schritte bereits bei der Verfahrenswahl mit.
Reinigung & Nachbearbeitung
Bauteile werden abhängig vom Verfahren gereinigt, von Pulver oder Stützstrukturen befreit und für den späteren Einsatz vorbereitet.
Definierte Farbe für SLS & MJF
Für Sichtteile und Serienbauteile können Oberflächen gezielt gefärbt und optisch aufgewertet werden.
Farbfinishing ansehenChemisch geglättete Oberflächen
Geeignete SLS- und MJF-Bauteile lassen sich chemisch glätten, um Rauheit zu reduzieren und die Reinigbarkeit zu verbessern.
Chemisches Glätten ansehenAdditive Fertigung richtig einsetzen
Welches 3D-Druck-Verfahren passt zur eigenen Anwendung? Wann lohnt sich ein Dienstleister – und wann kann eine eigene additive Fertigung sinnvoll sein?
Im Gespräch mit Dominik Heinz geht es um Verfahrensauswahl, reproduzierbare Prozesse, Serienfertigung und die Frage, warum nicht die Maschine am Anfang stehen sollte, sondern das Bauteil und seine Wirtschaftlichkeit.
Sie müssen die Technologie nicht selbst auswählen.
Schicken Sie uns CAD-Daten, ein bestehendes Bauteil oder einfach Ihre Anforderungen. Wir prüfen Material, Geometrie, Stückzahl und Finish und empfehlen die Fertigungsstrategie, die technisch und wirtschaftlich am besten passt.
Häufige Fragen zu additiven Fertigungsverfahren
Die wichtigsten Grundlagen zu Verfahren, Materialien, Einsatzbereichen und der Auswahl der richtigen Technologie.
Fachbegriffe rund um Verfahren, Materialien und 3D-Druck: KIT3D 3D-Druck-Lexikon →
Was versteht man unter additiver Fertigung?
Bei der additiven Fertigung werden Bauteile schichtweise direkt aus digitalen 3D-Daten aufgebaut. Material wird gezielt dort eingesetzt, wo es benötigt wird. Dadurch lassen sich komplexe Geometrien ohne klassische Werkzeuge oder Formen herstellen.
Welche additiven Fertigungsverfahren bietet KIT3D an?
KIT3D arbeitet mit HP Multi Jet Fusion (MJF), Selektivem Lasersintern (SLS), Stereolithografie (SLA) und Fused Deposition Modeling (FDM). Die Auswahl erfolgt passend zu Material, Geometrie, Stückzahl, Oberfläche und mechanischer Belastung.
Welches 3D-Druck-Verfahren eignet sich für Serienbauteile?
Für funktionale Kunststoffserien sind insbesondere MJF und SLS interessant. Welche Technologie wirtschaftlicher ist, hängt unter anderem von Bauteilgeometrie, Werkstoff, Stückzahl, Bauraumauslastung und gewünschtem Finish ab.
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen MJF und SLS?
Beide Verfahren arbeiten im Pulverbett und eignen sich für belastbare Kunststoffbauteile. Unterschiede liegen unter anderem im Prozess, in der Produktivität, in verfügbaren Werkstoffen und im wirtschaftlichen Einsatzbereich. Für die Auswahl sollte das konkrete Bauteil bewertet werden.
Wann ist SLA die richtige Wahl?
SLA eignet sich besonders, wenn sehr feine Details, präzise Konturen oder glatte Oberflächen benötigt werden. Technische Resins ermöglichen darüber hinaus funktionale Anwendungen mit spezifischen Materialeigenschaften.
Wann ist FDM sinnvoll?
FDM ist besonders interessant für große Bauteile, Vorrichtungen, technische Prototypen und Anwendungen, bei denen Wirtschaftlichkeit und eine breite Auswahl thermoplastischer Materialien im Vordergrund stehen.
Kann KIT3D auch Konstruktion und Nachbearbeitung übernehmen?
Ja. Neben der Fertigung unterstützen wir bei Datenprüfung, Werkstoffwahl und Konstruktionsoptimierung. Je nach Verfahren und Anwendung können außerdem Reinigung, Farbfinishing, chemisches Glätten und weitere Nachbearbeitungsschritte übernommen werden.
ADDITIVE FACTS Werkzeuglose Fertigung mit maximaler Designfreiheit
Additive Fertigungsverfahren ermöglichen komplexe, funktionsintegrierte Bauteile direkt aus digitalen CAD-Daten. Der entscheidende Vorteil liegt nicht nur in geometrischer Freiheit, sondern auch in kurzen Änderungszyklen, werkzeugloser Produktion und der Möglichkeit, Bauteile bedarfsgerecht zu fertigen.