Multi Jet Fusion 3D Druck Service
schnelle Serienfertigung mit HP Multi Jet Fusion

Mit HP Multi Jet Fusion fertigt KIT3D GmbH belastbare, maßhaltige Bauteile – auch in Stückzahlen, für die klassische Fertigung viel zu langsam wäre. Genau für solche Anforderungen wurde Multi Jet Fusion 3D-Druck von HP entwickelt: Der MJF 3D-Druck Service steht für eine effiziente, industrielle additive Fertigung von funktionalen und hochbelastbaren Kunststoffbauteilen.

Mit HP Multi Jet Fusion produzieren wir präzise MJF-Bauteile in kurzer Zeit, ideal für Prototypen, Kleinserien und Serienfertigung. Multi Jet Fusion 3D-Druck zählt zu den schnellsten industriellen 3D-Drucktechnologien überhaupt und überzeugt durch Qualität, Wiederholgenauigkeit und Wirtschaftlichkeit.

3D-Druck in der Automobilindustrie
Das Material

PA12

PA12, ausgeschrieben Polyamid 12, ist ein technischer Hochleistungskunststoff und der Standardwerkstoff im MJF 3D-Druck Service. HP setzt dabei auf eine speziell entwickelte Materialvariante, bekannt als HP 3D High Reusability PA 12, die sich durch eine besonders hohe Wiederverwendbarkeit des nicht verschmolzenen Pulvers auszeichnet, ein wirtschaftlicher Vorteil gegenüber Verfahren mit geringerer Pulverausbeute.

PA12 bietet eine ausgewogene Kombination aus Stabilität, Zähigkeit und Maßhaltigkeit. Dadurch eignet sich das Material ideal für funktionale Bauteile, Gehäuse, Halterungen und mechanisch beanspruchte Komponenten, die auch unter wiederholter Belastung zuverlässig funktionieren müssen.

PA12 im Einsatz
3D-Druck Verfahren

HP Multi Jet Fusion (MJF)

Bauraumgröße: 380 x 280 x 380 mm
Genauigkeit: +-0,3mm (mind. +-0,4%)
Lieferzeit: 3-5 Werktage
Materialfarbe: grau​
Farbfinish: Dyemansion Farbpalette

Technisches Datenblatt

Vorteile unseres MJF 3D-Druck Service

Der MJF 3D-Druck Service ist besonders für Serienbauteile in der additiven Fertigung geeignet.

Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

Nahezu isotrope Eigenschaften: Gleichmäßige Festigkeit in allen Richtungen – ideal für anspruchsvolle Anwendungen.

Hohe Materialdichte: Robuste, langlebige Bauteile mit sehr guter mechanischer Belastbarkeit.

Hohe Detailtreue: Präzise Umsetzung komplexer Geometrien und feiner Strukturen.

Sehr schnelle Fertigung: Kurze Durchlaufzeiten für Prototypen und Serien.

Typische Anwendungen für Multi Jet Fusion 3D Druck

Der MJF 3D Druck Service eignet sich überall dort, wo funktionale Bauteile schnell, reproduzierbar und in gleichbleibender Qualität benötigt werden. Durch die nahezu isotropen Materialeigenschaften lassen sich Bauteile zuverlässig im realen Einsatz testen und direkt in Serie einsetzen.

Typische Anwendungen im Überblick: 

– Funktionale Prototypen mit Serienqualität: realitätsnahe Tests noch vor dem eigentlichen Serienstart.
– Serien und Kleinserienbauteile: wirtschaftlich auch bei mittleren Stückzahlen.
– Gehäuse, Halterungen und Verbindungselemente: robust genug für den dauerhaften Einsatz.
– Clips, Rastnasen und Schnappverbindungen: dank hoher Zähigkeit besonders belastbar.
– Ersatzteile und Endbauteile: auch für Bauteile, die längst nicht mehr klassisch gefertigt werden.
– Bauteile mit komplexen Innenstrukturen: möglich dank präziser, gesteuerter Fertigung im Pulverbett.

FDM für frühe Entwicklungsphasen
mjf-3d-druck-service schwarz gefärbter technischer Greifer aus Kunststoff mit gleichmäßiger Oberfläche und hoher Präzision

Was ist Multi Jet Fusion 3D Druck genau?

MJF, kurz für Multi Jet Fusion, ist ein industrielles additives Fertigungsverfahren von HP für technische Kunststoffbauteile. Im Gegensatz zu Verfahren wie FDM oder SLS setzt Multi Jet Fusion 3D-Druck, auch HP MJF genannt, auf eine eigene Technologie. Das Ergebnis sind Bauteile mit nahezu isotropen Eigenschaften, also einer Festigkeit, die in nahezu alle Richtungen gleichmäßig ausfällt, ein klarer Vorteil gegenüber vielen anderen additiven Fertigungstechnologien. 

Bauteile im Pulverbett einer MJF-3D-Druckanlage während der additiven Fertigung

Das Ergebnis sind Bauteile mit nahezu isotropen Eigenschaften, also einer Festigkeit, die in nahezu alle Richtungen gleichmäßig ausfällt, ein klarer Vorteil gegenüber vielen anderen additiven Fertigungstechnologien. Gerade im Vergleich zu klassischen Lasersintern punktet MJF durch deutlich kürzere Produktionszeiten bei vergleichbarer Bauteilqualität, was das Verfahren besonders für Serien und Kleinserien interessant macht.

Multi Jet Fusion 3D Druck im Vergleich zu anderen Verfahren

Wer sich zum ersten Mal mit additiver Fertigung beschäftigt, steht oft vor der Frage, welches Druckverfahren zum eigenen Bauteil passt. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
MJF vs. FDM: MJF liefert deutlich feinere Details und eine gleichmäßigere Oberfläche – ideal, wenn Präzision und Optik zählen und nicht nur die reinen Bauteilkosten.
MJF vs. SLS: MJF punktet durch höhere Druckgeschwindigkeit bei vergleichbarer mechanischer Stabilität, da mehrere Druckköpfe gleichzeitig arbeiten statt eines einzelnen Lasers.
MJF vs. SLA: MJF überzeugt bei mechanischer Belastbarkeit und Serientauglichkeit, SLA punktet eher bei Oberflächenqualität und feinsten Details.

Welches Verfahren im Einzelfall am besten passt, hängt immer vom konkreten Bauteil ab – wir beraten Sie gern dazu. Technisch setzen wir bei KIT3D auf Systeme der HP Jet Fusion 5er Serie mit sehr feiner Auflösung, wodurch auch filigrane Details präzise umgesetzt werden.

Graue 3D-gedruckte Gehäusebauteile mit runden Öffnungen und strukturierter Oberfläche auf weißem Hintergrund.

Wie funktioniert Multi Jet Fusion 3D Druck?

So läuft der Druck ab, mit dem wir Ihr Bauteil fertigen: Zunächst wird eine feine Schicht PA12-Pulver gleichmäßig auf die Bauplattform im Pulverbett aufgetragen. HP Thermo Inkjet Druckköpfe bringen anschließend zwei spezielle Agents auf: Der Fusing Agent verschmilzt das Material gezielt an den gewünschten Stellen, der Detailing Agent sorgt für scharfe Kanten und saubere Konturen entlang der Bauteilgrenzen.

Eine erneute Energiezufuhr erhitzt anschließend nur die behandelten Bereiche, sodass sich das Pulver dort gezielt verbindet, während der Rest des Pulverbetts unbehandelt bleibt. Dieser Prozess wiederholt sich schichtweise, bis das Bauteil vollständig aufgebaut ist. Durch diese präzise, gesteuerte Auftragung lassen sich auch komplexe Geometrien und filigrane Innenstrukturen zuverlässig realisieren, ohne dass zusätzliche Stützstrukturen von Hand entfernt werden müssen.

Dieser Prozess wiederholt sich schichtweise, bis das Bauteil vollständig aufgebaut ist.

Materialauftrag im MJF-Prozess
Agents auftragen im MJF-Verfahren
Energie einbringen im MJF-Prozess
Verschmelzen im MJF-3D-Druck
Eine gleichmäßige Schicht PA12-Pulver wird auf die Bauplattform aufgetragen. Sie bildet die Grundlage für jede weitere Schicht im Multi Jet Fusion Prozess.
Fusing- und Detailing-Agenten werden gezielt aufgebracht. Sie definieren exakt, welche Bereiche verschmelzen und wo scharfe Kanten entstehen.
Infrarotenergie wird eingebracht. Nur die behandelten Bereiche erhitzen sich kontrolliert und bereiten das Material auf den nächsten Schritt vor.
Das Pulver verschmilzt schichtweise zu einem festen Bauteil. Nicht verschmolzenes Material dient als Stütze und wird anschließend entfernt.

Sie planen funktionale Prototypen, eine wirtschaftliche Kleinserie oder die additive Serienfertigung belastbarer Kunststoffbauteile? Mit unserem MJF 3D-Druck Service realisieren wir präzise PA12-Bauteile schnell, reproduzierbar und passend zu Ihren technischen Anforderungen.
Lassen Sie uns Ihr Projekt gemeinsam prüfen – von der ersten Bauteilidee und Optimierung bis zur zuverlässigen Serienproduktion mit HP Multi Jet Fusion.

MJF-Projekt gemeinsam starten
HP Multi Jet Fusion Anlage für industriellen MJF 3D-Druck Service

HP MJF Anlage

Mit MJF ermöglicht unsere 3D-Druckerei die schnelle Produktion funktioneller, widerstandsfähiger Bauteile für zügige Serienfertigung. 

Es ist eines der schnellsten 3D-Druckverfahren und bietet dabei hohe Qualität und Effizienz.


Additiv gefertigtes MJF-Bauteil mit Dyemansion Farbfinishing in Schwarz und Gold

Dyemansion Farbfinishing

Mit unserer Färbeanlage können wir Bauteile aus HP Multi Jet Fusion (MJF) und selektivem Lasersintern (SLS) in nahezu jedem Farbton veredeln, wodurch wir präzise, marktreife Produkte mit matten Oberflächen und hoher Reproduzierbarkeit erzielen.


Mehr erfahren

AdditiveTalk  Expertenwissen rund um das MJF-Verfahren

Erweitern Sie Ihr Know-how im industriellen 3D-Druck.

Im Podcast „AdditiveTalk“ spricht Arthur Kopp mit HP-Experten in Barcelona über Anwendungen, Vorteile und Zukunftsperspektiven der Multi Jet Fusion Technologie.

Expertenwissen zur additiven Fertigung

FAQ
Multi Jet Fusion & 3D-Druck verständlich erklärt

Multi Jet Fusion ist ein industrielles additives Fertigungsverfahren von HP. Pulvermaterial wird schichtweise aufgetragen, mit speziellen Agents benetzt und anschließend durch Energie verschmolzen. 

Das Ergebnis sind belastbare, maßhaltige Bauteile mit nahezu isotropen Eigenschaften, ideal für Serien und funktionale Anwendungen.

MJF-Druck beschreibt den konkreten 3D-Druckprozess mit der Multi-Jet-Fusion-Technologie. Er kombiniert hohe Druckgeschwindigkeit mit gleichbleibender Qualität.

Im Vergleich zu vielen anderen Verfahren eignet sich MJF besonders für Serienbauteile, komplexe Geometrien und Bauteile mit hohen mechanischen Anforderungen.

Die Kosten pro Stunde 3D-Druck lassen sich nicht pauschal beziffern. Sie hängen vom Verfahren, Material, Maschinenzeit, Bauraumauslastung und Nachbearbeitung ab. 

Industrielle Verfahren wie MJF werden meist pro Bauteil kalkuliert, nicht pro Stunde, was wirtschaftlicher für Serien ist.

Der „beste“ 3D-Drucker hängt vom Einsatzzweck ab. Für industrielle Serienfertigung zählen Systeme von HP, EOS oder Formlabs zu den führenden Lösungen. 

Für funktionale Kunststoffteile gilt HP Multi Jet Fusion aktuell als eine der leistungsfähigsten Technologien am Markt.

Im industriellen 3D-Druck gehören HP, EOS, Stratasys und 3D Systems zu den Marktführern. HP hat sich mit Multi Jet Fusion besonders im Bereich funktionaler Kunststoff-Serien etabliert. 

Die Marktführerschaft variiert je nach Technologie, Material und Anwendungsbereich.

PLA und ABS haben unterschiedliche Stärken. PLA ist einfacher zu drucken und umweltfreundlicher, eignet sich aber eher für Prototypen. 

ABS ist hitzebeständiger und robuster, erfordert jedoch höhere Drucktemperaturen und Erfahrung. Für funktionale Serienteile sind beide meist nicht optimal.

PLA ist temperaturanfällig, weniger schlagfest und nicht besonders UV- oder witterungsbeständig. Unter Belastung oder Hitze kann es sich verformen. 

Deshalb eignet sich PLA vor allem für einfache Prototypen, Anschauungsmodelle und dekorative Bauteile, weniger für technische Anwendungen.

PLA gilt als das am einfachsten zu druckende Filament. Es benötigt keine beheizte Druckkammer, verzieht sich kaum und haftet gut auf dem Druckbett. 

Für Einsteiger ist PLA ideal, auch wenn es funktional klaren Grenzen unterliegt.

PETG ist in der Regel stabiler und widerstandsfähiger als PLA. Es bietet bessere Schlagzähigkeit, höhere Temperaturbeständigkeit und mehr Flexibilität. 

Für funktionale Bauteile ist PETG oft die bessere Wahl, auch wenn es etwas anspruchsvoller zu drucken ist.

ADDITIVE FACTS Serienqualität im 3D-Druck

Das Multi Jet Fusion Verfahren (MJF) ermöglicht reproduzierbare Kunststoffbauteile mit homogener Materialstruktur – ideal für funktionale Kleinserien.

Geschrieben von: Autoren-Avatar Arthur Kopp
Autoren-Avatar Arthur Kopp
Arthur Kopp ist Gründer von KIT3D GmbH und Experte für industriellen 3D-Druck. Sein Schwerpunkt liegt auf additiven Fertigungsverfahren wie SLS, MJF, SLA und FDM sowie deren Einsatz in Maschinenbau, Automobilindustrie und Robotik.

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