Formlabs Elastic 50A Resin V2 3D-Druck
Formlabs Elastic 50A Resin V2 3D-Druck ist für weiche, stark verformbare Prototypen gedacht, die sich eher wie ein gummi- oder silikonähnliches Bauteil anfühlen sollen als wie ein starrer Kunststoff. Typische Anwendungen sind weiche Griffe, Schutzbereiche, flexible Gehäuse und nachgiebige Mechanismen.

Flexible SLA-Materialien im Vergleich
Elastic 50A Resin für weiche, stark verformbare SLA-Bauteile
Elastic 50A Resin V2 deckt den weichen Bereich der Formlabs-Elastomere ab. Es eignet sich besonders, wenn Haptik, Biegbarkeit und große Verformung wichtiger sind als hohe Zugfestigkeit. Für griffige Bauteile, weiche Schutzstrukturen und funktionale Elastomerprototypen lässt sich damit früh ein realitätsnaher Eindruck erzeugen.
Geeignet, wenn sich das Bauteil deutlich leichter eindrücken, knicken oder dehnen lassen soll.
SLA ermöglicht integrierte flexible Strukturen, Hinterschneidungen und feine Oberflächen.
Für Serienfreigaben sollte das Druckteil immer gegen das spätere Elastomer und reale Einsatzbedingungen validiert werden.
Elastic 50A Resin V2 – typische Herstellerwerte
Die folgenden Kennwerte stammen aus Formlabs-Herstellerangaben. Sie dienen der Materialeinordnung und nicht als garantierte Eigenschaft jedes gedruckten Bauteils.
| Kennwert | Typischer Herstellerwert nachgehärtet |
|---|---|
| Maximale Zugfestigkeit | 3,4 MPa |
| Spannung bei 50 % Dehnung | 0,9 MPa |
| Spannung bei 100 % Dehnung | 1,7 MPa |
| Bruchdehnung | 160 % |
| Shore-Härte, nachgehärtet | 55A |
| Shore-Härte, grün | 44A |
| Reißfestigkeit | 12,3 kN/m |
| Druckverformungsrest 22 h / 23 °C | 2,1 % |
| Druckverformungsrest 22 h / 70 °C | 3,1 % |
Hinweis: Typische Formlabs-Herstellerwerte unter definierten Prüf- und Nachhärtungsbedingungen. „50A“ ist die Klassenbezeichnung aus der ersten Materialgeneration; die überarbeitete V2-Rezeptur misst nachgehärtet 55A. Eigenschaften können durch Geometrie, Orientierung, Prozess und Temperatur abweichen.
Wo das Material in der Praxis sinnvoll ist
Für Industriekunden zählt nicht der Materialname, sondern ob die Kombination aus Geometrie, Belastung, Oberfläche und Stückzahl zum Projekt passt.
- Weiche Griffe und Bedienflächen
- Flexible Gehäuse und Schutzkappen
- Nachgiebige Robotikmechanismen
- Dichtungs- und Elastomerprototypen
- Wearable-nahe Bauteile
- Silikonähnliche Form- und Haptikmuster
Wann ist dieses Material nicht die richtige Wahl?
Nicht ideal für hoch belastete Zugteile, hohe Abrasion oder Anwendungen, bei denen ein zertifiziertes Serienelastomer zwingend erforderlich ist. Für ein festeres gummiartiges Verhalten ist Flexible 80A Resin V2 oft geeigneter.
Bauteil statt Datenblatt auslegen
Bei sehr weichen SLA-Teilen beeinflussen Wandstärke und Geometrie die gefühlte Härte massiv. Dünne Membranen wirken deutlich weicher als kompakte Querschnitte. Übergänge sollten mit Radien ausgeführt werden; scharfe Kerben sind bei zyklischer Belastung besonders kritisch.
Bauteil mit KIT3D besprechen →Häufige Fragen zu Elastic 50A Resin 3D Druck
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Wie weich ist Elastic 50A Resin V2?
Formlabs nennt nach der definierten Nachhärtung eine Shore-Härte von 55A, im Grünzustand 44A. „50A“ im Materialnamen ist die Klassenbezeichnung und kein Messwert der V2-Rezeptur. Die wahrgenommene Bauteilsteifigkeit hängt zusätzlich stark von Wandstärke und Geometrie ab.
Ist Elastic 50A Resin wie Silikon?
Es kann sich silikonähnlich anfühlen, ist aber kein 100-%-Silikon. Wenn echtes Silikon erforderlich ist, ist Silicone 40A Resin die passendere Formlabs-Option.
Wie stark lässt sich Elastic 50A Resin dehnen?
Formlabs nennt als typischen Herstellerwert eine Bruchdehnung von 160 %. Das ist kein garantierter Wert für jedes gedruckte Bauteil.
Kann man damit Dichtungen drucken?
Dichtungsprototypen sind möglich. Für echte Dichtfunktionen müssen Geometrie, Medien, Temperatur, Kompression und Dauerbelastung projektspezifisch geprüft werden.
Elastic 50A oder Flexible 80A?
Elastic 50A ist deutlich weicher und stärker verformbar; Flexible 80A ist fester, reißfester und näher an hartem Gummi bzw. 80A-Urethan.
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